Erster Schnupperlehrgang Leichtathletik für Blinde und
Sehbehinderte
Unter dem Motto GO FOR THE LIMITS veranstaltete der
DBS in Kooperation mit dem DBSV den ersten Schnupperlehrgang Leichtathletik für
blinde und sehbehinderte Jugendliche. Dieser fand in vom 2. bis 5. Februar 2006
in der Sportschule Kienbaum statt. Die Lehrgangsleiter Jeannette Schönfelder
und Jörg Trippen-Hilgers freuten sich am
Donnerstag die insgesamt 30 Lehrgangsteilnehmer begrüßen zu dürfen. Diese große
Resonanz, die die ersten Erwartungen weit überschritten, konnte der guten
Zusammenarbeit mit Herrn Delgado vom Deutschen Blinden und
Sehbehinderten Verband (DBSV) zugeschrieben werden. Durch dessen
Mailverteiler konnten erstmals alle potentiell Interessenten erreicht werden.
Die sportliche Leitung der 4 Tage in Kienbaum lag bei den seit Jahren in der
Leichtathletik mit Sehbehinderten und Blinden erfahrenen Nationalmannschafts-Trainern,
Ralf Paulo (Brandenburg) und Matthias
Pollich (Berlin). Von Donnerstag bis Sonntag durchliefen die
Teilnehmer die verschiedenen Disziplinen der Leichtathletik. Angefangen von der
Gerätekunde im Wurfbereich bis hin zu kleinen Testwettkämpfen wie
beispielsweise „30m fliegend“ durch Lichtschranken, einen Copertest
oder Standweitsprung. Diese Werte können nun Hinweise auf Stärken der
Teilnehmer geben und so die Entscheidung unterstützen welche Disziplin für wen
am besten geeignet ist. Weiterhin dienen sie als Weiterempfehlung, wenn die Jugendlichen
in einem Verein am Wohnort weiter Leichtathletik betreiben möchten. Alle Teilnehmer
waren mit sehr viel Spaß bei der Sache. Für sie war es schön sich untereinander
mal nicht direkt wegen der Behinderung, sondern durch das Interesse am Sport kennenzulernen. Insgesamt nahmen 7 Blinde und 12 Sehbehinderte
im Alter von 11 bis 27 Jahren teil. Am letzten Abend lautete das große Fazit
aller, dass sie sehr viel erlebt und viel Spaß hatten aber vor allem einen Muskelkater
mit nach Hause nehmen! Einige äußerten gleich, dass sie gerne weitermachen
möchten. Matthias Pollich wies darauf hin, dass
es jetzt wichtig sei, weiter zu trainieren und zu versuchen sich einem Verein am
Wohnort anzuschließen. Bei Fragen oder Problemen diesbezüglich stehen die
Lehrgangsleiter gerne weiter behilflich zur Seite. Kurz nach dem Lehrgang ist
weiter eingroßes Interesse zu verspüren, was alle Verantwortlichen hoffen lässt,
einen solchen Schnupperlehrgang in Zukunft nochmal
durchführen zu können. Der erste Schritt ist getan!